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Tulpenkönigin

Vor langer, langer Zeit lebte in Holland eine Bäuerin. Auf ihren Füssen trug sie Holzpantoffeln, dazu hatte sie noch einen breiten Rock und dreieckige Kopfhaube, wie mal die Bäuerinnen in Holland bekleidet waren.

Die Bäuerin besaß ein großes Haus, um das Haus befand sich wunderschönes Feld von aufgeblühten Tulpen. Die Tulpen leuchteten mit verschiedensten Farben, wie gelb, rot, grün, blau, lila, die Augen eines Menschen konnten all die genannten Farben kaum erfassen. Die Bäuerin bewegte sich zwischen den farbigen Blumen hin und her, sie arbeitete sehr fleißig, damit die Tulpen schön wären und freute sich daraus, dass ihr alles so gut geht.

Die Bäuerin liebte ihre Tulpen. Es waren ihre Kinder, die sie sehr lieb hatte. Je älter sie war, desto netter war sie. Sie verbesserte sich im Pflanzen von Tulpen in solchem Maß, dass die Tulpen so groß wie ihr Haus waren.

Um die Kraft für jeden Tag zu schöpfen, sprang sie in die erste Tulpe, welche ihr gerade an diesem Tag nach der Farbe gefiel und tanzte dort. Sie atmete schönen Geruch aus jener Tulpe und freute sich, dass sie solche wunderschöne Stelle zum Tanzen hat. 

Die Tulpen freuten sich aus der Freude der Bäuerin und wurden immer größer. Nun wurden sie so riesig, wie das Haus und die Bäuerin war nicht mehr im Stande, auf die Tulpen hinauf zu steigen um dort zu tanzen. Sie hatte eine große Leiter und stieg  oben auf die Tulpen um sich mal darin setzen zu können.

Und so saß die Bäuerin jeden Morgen in der Tulpe, und wählte die Farben danach, welche ihr am meisten gefiel. So fingen sich die Menschen merken, dass sich um diese Bäuerin etwas ungewöhnliches geschieht.

Es war deutlich zu sehen, dass in dieser Wirtschaft alle glücklich sind. Die Bäuerin gab den Tulpen ihre Liebe und Pflege, die Tulpen gaben ihr das Wohlgeruch und die Schönheit und alle gemeinsam glühten vor Glück. Es war wunderschön, bunt, lustig, niemand stritt und die Bäuerin, ganz glücklich, tanzte mit Freude in den Tulpen. Die Menschen beobachteten ihre großen Tulpen und grüßten die glückliche Bäuerin. Sie fingen sie an, „Tulpenkönigin“ zu nennen.

Sie applaudierten und schrieen die ganzen Tage lang: „Es lebe die Tulpenkönigin!“

Die Bäuerin hörte trotzdem nicht auf, sich um ihre Tulpen zu kümmern. Sie war zur echten Tulpenkönigin und es war sie, wer die Tulpen in Holland zu pflanzen anfing und hat damit ihr kleines Land in Europa dauerhaft so berühmt gemacht.

Wenn die Tulpenkönigin starb, fand eine schöne Beerdigung statt, es kamen Menschen aus dem ganzen Land um sich vor ihr zuletzt zu verbeugen und so, wie Tulpenkönigin hatten sie dann lange Generationen bis heute in Gedächtnis. Und so kam das Märchen zu Ende!

Lesestück aus der Märchen von

© Ludmila Doležalová, Kanada

bearbeitet vom ao-institut

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