Von unseren Korrespondenten
Die sieben Gefährdungen auf dem Lebensweg des Menschen
III. Teil
5. Autoritätsangst
Eine weitere ernste Gefährdung auf dem Lebensweg eines Menschen ist die Angst vor Autorität, weil sie zur Unselbständigkeit in der Entscheidung führt und ruft Ehrenverlust heraus, ohne welcher man nicht im Stande ist, ein vollwertiges Leben zu führen. Es gilt doch zu keiner Entschuldigung, da die Angst als Sorge vor Ungnade oder als temporäre Unsicherheit vor dem „Schritt ins Unbekannte“ entstand, weil jeder die Chance hat, durch die Kraft unbezwinglicher Gläubigkeit sogar die schlimmste Situation seines Lebens abzuwehren, wenn sich er darum wirklich bestrebt und Mut aufrichtet, seinen Stolz aufbewahren. Wer das nicht schafft und feige zur Seite tritt, ist sich im großem Umfang schuld an seiner ungünstigen Stellung, und deswegen muss er auch persönlich die Verantwortlichkeit für alle Folgen tragen, welche sich daraus später ergeben.
Diese Gefährdung des Lebensweg eines Menschen ist doch nicht für diejenigen gefährlich, welche sich durch den Einfluss der Autorität beschränkt fühlen, aber vor allem für diejenigen, welche die Aufgabe der Autorität vertreten, z.B. als Eltern, Lehrer, sowohl auch eine politische Stellung. In dem Sinne des Gesetzes der Rückwirkung fällt vor allem an die der Lasten des großen Verschulden, wenn sie ihre einflussreiche Stellung missbrauchen und unterstützen durch ihre Lebensstellungen in den anderen die Fähigkeit der freiwilligen Entscheidung und Tapferkeit, weil gemeinsam mit dem natürlichen Einfluss wurde ihnen auch Vertrauen anvertraut, bestehend darin, sie werden streng an die Aufbewahrung des Gerechtigkeitsprinzips achten. Und zuletzt, auch in diesem Fall gilt, es ist vielmals besser dem Menschen in seiner Bestrebung nach der Selbstständigkeit einen Fehler machen zu lassen, als in von der Position der Kraft bedrohen und ihn künstlich im Stand ohne Fehler lassen, obwohl in der guten Bemühung zu helfen. Mit eigenem, obwohl manchmal mit einen großen Fehler, ist es doch möglich Belehrung durch eigenes Überleben zu erwerben und dadurch auch die werte Erfahrung, wobei in blindem und ehrfuchtigem Zuhören, welches eigenes Überleben verunmöglicht, ist zwar diese Möglichkeit von der Natur der Sache ausgeschlossen. Zusammen damit ist auch der geistige Aufschwung eines Menschen unmöglich.
Es ist jedoch ganz anderes, wenn der Mensch aufgrund von guten Erfahrungen der Autorität freiwillig traut und nach ihrem gut gemeinten Rat ohne Zwang und Druck handelt. Auch in diesem Fall ist es notwendig, sich darum zu bestreben, damit das Vertrauen zur Überzeugung wäre, was man nur durch strenge Untersuchung von der einzelnen Situation erzielen kann und nicht sich selbst in die Position des passiven Zuschauers zu stellen. Darin besteht auch der Schutz vor herdenweißen Verfolgung den verschiedenen Weltanschauungslehren, welche heute die Gesellschaft überfluten und nur dank Verbreitung in Anzahl von ihren passiven Mitgliedern überstehen, welche sich nicht zu erfahren bemühen, ob anfängliches Vertrauen bei ihnen wirklich begründet wurde.
Damit wir den grundliegenden Inhalt dieser Gefährdung ausschöpfen können, werden wir uns bewusst, dass jeder Mensch, welcher sich vor Angst gedankenlos und unkritisch der Autorität unterordnet, schadet nicht nur sich selbst, sondern auch der Autorität selbst und zwar dadurch, dass er ihr durch seine Stellung ermöglicht, sich weiterhin durch den Missbrauch ihres Einflusses zu verschulden. Im Interesse der Liebe, welche nie darauf schaut was angenehm ist, sondern immer nur auf das Wohl des anderen Menschen schaut, ist es notwendig, eine Besserung durchzuführen – sich herzhaft hinter ihre Überzeugung zu stellen ungeachtet Unannehmlichkeiten, welche das erregen kann. Es ist doch ein Weg zur Freiheit und zum glücklicheren Leben.
Eine Stellung des reifen und reinen Zugriffs der Autorität zu ihrer Gegend ist, dass sie aufhört, sich durch persönlichen Einfluss im Sinne der Durchsetzung ihren eigenen Willen auszuprägen, wird jedoch zur Vertretung der unpersönlichen Gerechtigkeit und Weißheit. Das gilt jedoch zum Stand, wenn nur die Gerechtigkeit selbst hervorsteht, und nie mehr die Autorität mit ihren persönlichen Interessen.
6. Verschwendung mit Gabe der Sprache – Vielrede und Oberflächigkeit
Zur grundliegenden Voraussetzung der Durchfallaufbewahrung auf dieser Gefährdung ist das Verständnis dessen, dass die Verschwendung mit der Gabe der Sprache, sog. Vielrede sich nicht nur auf die Menge, sondern in der ersten Reihe an den Sinn des Gesagten bezieht. Mit anderen Wörtern, vielredig ist nicht derjenige, der viel spricht, sondern der, welcher über den Rahmen dessen spricht, was es in dieser Situation notwendig auszusprechen ist, für die Annäherung des gedachten Sinnes. Wir kennen doch Leute welche viel reden, weil das ihre Stellung oder Beschäftigung fordert, aber sie sprechen immer sachlich und helfen mit jedem Wort ihrer Umgebung und unterstützen sie. Im Vergleich zu ihnen gibt es doch eine Menge von solchen, die oft sogar sehr wenig sprechen, aber trotzdem verletzen sie mit jedem ihrem Wort, lügen und verführen die anderen auf den Irrweg von verschiedenen Gefährdungen, sie damit dem Leiden sowie Geistesleid auszustellen, welche oftmals die Erträglichkeit der schwierigsten physischen Verwundung überschreiten.
Destruktiver Einfluß der Vielrede ist jedoch nicht zufällig, sondern besteht darin, dass er vorzeitig die Kraft oder innerer Kugel eines gedachten Tates befreit, weil jedes menschliche Wort ist zum Kanal der entsprechenden Art von Kraft, was wir deutlich an seiner Wirkung beobachten können im Feld von zwischenmenschlichen Beziehungen, wo es nicht nur heilen kann, sondern auch schmerzhaft verwunden kann. Wenn die Kraft vom gedachten Tates durch das Wort vorläufig befreit ist, wodurch dann natürlich die guten Pläne eines Menschen zerfallen, der sie früher in sich selbst aufbewahrt hatte und hat sich dann früher vorgenommen, sie am Anfang seinen Erwägungen zu erfüllen.
Es ist doch notwendig an die Einseitigkeit in dem Verständnis des beschriebenen Prinzips der Befreiung von Kraft mittels Wörter zu achten, weil wenn einerseits die Wörter die Kraft befreien können, welche zur Ausübung eines guten Tates bestimmt wurde, können sie dann die sich schrittweise angesammelte Kraft zur Ausübung eines schlechten Tates zu befreien. Daraus folgt logisch das Erkenntnis, warum gerade die Kommunikation zum „wirksamen Ventil“ ist, dienend zur Befreiung und Auslösung von vielen entstehenden Problemen in den zwischenmenschlichen Beziehungen.
Die Wörter von Jesus „Eure Rede sei ja oder nein!“ sprechen also nicht von der Menge der ausgesprochenen Wörter, sondern ermuntern zur ihrer Eindeutigkeit und Geradheit! Und wer meint, er habe schon diese Anforderung erfüllt, sollte sich bewusst werden, dass eindeutig nicht nur die Wörter sein sollten, sondern auch jede Stellung eines Menschen gegenüber seiner Umgebung und zwar auch im Fall der unangenehmsten Lebenssituation. Wer das nicht verstanden hat, bestätigt, er habe den Wörtern von Jesus nicht richtig in ihrer Vielseitigkeit verstanden, obwohl er selbst das über sich glaubt.
Die Verschwiegenheit hat natürlich noch einen anderen Sinn im Leben eines Menschen und zwar vor allem damals, wenn sie aus dem Überleben von unaussprechlicher Schönheit des geistigen Reichtums resultiert, welches nicht unnötig durch Störung entwertet sein sollte. Nicht nur die Wörter, sondern auch andere Einflüsse können diesen Reichtum durch die Störung entwerten, und deswegen ist die Verschwiegenheit nur als eine von mehreren Arten des wirksamen Schutzes zu verstehen, bewahrend die Schönheit des erworbenen geistigen Reichtums. Andere Beweggrunde zur Verschwiegenheit sind in der Regel unecht und verraten nur die Unsitte der grübelnden Beschäftigung, welche mit sich selbst ohne Willen zur Suche nach positiven Ausgangspunkten ist. Übermäßiges Gegrübel rutscht oftmals zur unendlichen Kritik von all und allen.
