Von unseren Korrespondenten
Liebe Leser,
Auf den Webseiten des AO-Instituts haben wir für Sie dreiteilige Fortsetzung der wunderschönen Geschichte von einem unseren Korrespondenten vorbereitet.
In der Geschichte widerspiegelt sich das Leben und vor allem der geistige Fortschritt der Bewohner eines nordgermanischen Dorfes aus der Zeit vor zweitausend Jahren. Wir laden euch herzlich ein, den Hauptdarsteller der Geschichte kennen zu lernen.
Schönes Lesen wünscht Ihnen
Ao-institut
Von dem Mann, der mit „Götter“ sprach - Teil 1
In alten Zeiten, in einer irgendwo im Norden liegender Landschaft, lag inmitten der wilden, rauen, aber auch reiner und schöner Natur das Dorf von Jäger und Landwirten. Genauso wie die Natur, waren auch die Menschen hier wild und hart, oder gerade deswegen haben viele bisher gewisse innere Reinheit erhalten. Mit umliegenden Stämmen lebten sie am meisten in Frieden, jedoch wenn sie angegriffen wurden, äußerten sie ungewöhnlichen Mut und Kampfheftigkeit.
Das Dorf hatte ihren Stammeshäuptling, was der Mann war, der in Jagdtüchtigkeit, Kraft und Kampfkunst außerordentlich war, das war er auch in seiner Weißheit und Erfahrenheit. Jeder Stammeshäuptling in der Geschichte des Dorfes wurde auf der Bewohnersammlung gewählt, deren Ergebnis noch an dem Ältestenrat besprochen wurde. Aus dem Wahlgang wurden nur Kinder und alle diejenigen ausgeschlossen, denen die Dorfbewohner ihren Misstrauen geäußert haben, z.B. geistig Kranke, ehrenlose Bewohner und weitere spezifische Fälle. Wenn es mal geschah, dass sich mehrere Kandidaten getroffen haben, entschied der Ältestenrat nach ihrem Verdienst und im Fall, dass man zu keiner Entscheidung kam, entschied dann letztlich der Kampf des Mannes gegen Mann, sog. bis zum ersten Blut. In der langen Geschichte des Dorfes kam es zu solchem Kampf schon mehrmals und es geschah sogar einmal, dass sich der Ältestenrat entschieden hat, den Häuptling aus dem Besiegten zu machen, weil er im Kampf größere Ritterlichkeit und Ehre zum Gegner bewiesen hat.
Was die Religion angeht, war hier ein sehr abwechslungsreiches Pantheon der nordischen Götter verehrt. Die bedeutendsten davon waren zwei. Der Häuptling zusammen mit der Mehrheit der älteren Bewohner verehrten einäugigen Odin und Alltagsmenschen am meisten Thor. Das Dorf hatte auch ihren geistigen Führer gehabt, ihren Priest, der den Glauben und Altare von beiden bedeutendsten Götter verwaltet hatte. An derjenigen Doppelheit gab es nichts ungewöhnliches, da nach der Mythologie ist Thor der Sohn von Odin und dadurch hat der Glauben des Priesters in Odin seine Ehre zum Thor nicht verringert. Diese Götter wurden mit regelmäßigen Opfern verehrt in der Form der Verbrennung von Teilen der Früchte und des Fanges. Die Mythologie war voll von wildesten Verweisen von den Taten dieser Götter und die Menschen hatten sie nicht nur in Respekt, sondern sie haben sich vor ihnen auch im gewissen Maß gefürchtet wegen ihrer Unberechenbarkeit.
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In diesem Dorf lebte ein Bursche Yorick. Er war der Sohn eines der besten Jäger im Dorf, aber er war ihm nicht sehr ähnlich, weil er in Jagd nicht besonders zuvortat. Er war eigentlich in keiner damals namhafter Betätigung für den Mann hervorragend und so hat er sich bisher, im Unterschied zu seinen Altersgenossen keine ehrenvollen Rufnahmen verdient, der zum Bestandteil seines Namens wäre. Solcher Mann wurde entweder als minderjährig, oder sogar als unnötig betrachtet.
Dabei war Yorick nicht ausgesprochen ungeschickt, fand nur nicht in Angelegenheiten wie Jagd, Kampf oder rauen Gelagen kein Vergnügen, er jagte und kämpfte nur aus Zwang, und dadurch erreichte er darin keinen großen Erfolg. Körperlich war er auch bisschen schwächer als die anderen Männer. Die meisten Dorfbewohner fanden ihn interesselos, ehrlos und es fanden sich sogar diejenigen, die ihn für minderwertig betrachtet haben. Sie verhielten sich zu ihm nicht vorsätzlich schlecht, sie haben ihn manchmal aufgezogen, sie verhielten sich zu den anderen und sahen die so, wie sie dazu erzogen wurde, ohne ihnen einfallen zu können, dass der Mann auch andere, wenig sichtbare Eigenschaften haben kann, wie nur grobe Kraft und Tapferkeit. Sie konnten darin nicht anders denken. Yorick hat diese Betrachtungsweise von den anderen ihm betreffend sehr belästigt, er fühlte sich überflüssig, nutzlos und auch demütig zu sein. Wenn er an Jagd teilgenommen hat, bemühte er sich den anderen gleich zu werden, aber er hatte keine ihre Tüchtigkeit und Anzündung für diese Tätigkeit, deswegen kam es immer gleich zu Ende, mit Spott und Yorick´s Entwürdigung.
Nach bestimmter Zeit hat er an Jagd ganz verzichtet und trat zu den Familien, die Felder bearbeitet haben, bei. Sein Vater, der nur schwer die Unvollkommenheit seines Sohnes trug, war deswegen sehr zornig und hat ihn aus dem Haus vertrieben. Yorick war deswegen gezwungen bei älterem Ehepaar zu übernachten, dem das Feld gehörte, welches er bearbeitete. Sie haben ihren eigenen Sohn verloren, wenn vor zehn Jahren ihr Dorf vom umherziehenden Trupp der Kämpfer angegriffen wurde. Obwohl sie ihn nicht liebevoller als der Rest des Dorfes hielten, haben sie sich trotzdem bisschen erweichet.
So verlief die Zeit und Yorick geriet ins Alter, wenn er sich eine Frau suchen solle. Sogar auch das zeigte sich als Schwierigkeit, da kein Mädchen aus dem Dorf für so einen als Yorick Interesse hatte. Und so blieb Yorick alleine, ohne jemanden, der ihn lieb hätte, ohne jemanden den er für echten Freund halten konnte, ohne dass sich die anderen zu ihm als zum seinesgleichen verhielten. Er lernte es so zu nehmen, wie es wirklich war und verbrachte das Leben so, wie es nur ging, in seinem Inneren befand sich Sucht danach, die Ehre den anderen zu gewinnen. Auf dem Feld war er brauchbar und das alte Ehepaar konnte den Acker ohne seiner Hilfe nur schwierig bearbeiten, also haben sie sich an ihn gewöhnt und verhielten sich zu ihm mehr oder weniger freundlich. Die anderen haben ihn in Folge der Zeit aufzuziehen aufgehört und hörten auf ihn zu beachten, da, wie es schien, fand er seine Stelle und war keine Belastung der Gesellschaft. Immer hat ihn noch niemand wahrgenommen.
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Einmal in der Nacht, wenn er nach der alltäglichen Arbeitsmüdigkeit ganz erschöpft aufs Bett fiel, hatte er einen ungewöhnlichen Traum. Es schien ihm, als ginge er durch irgendwelchen Raum, vielleicht eine Wiese, weil er unterhalb seinen Füßen Graß spürte, aber sah gar nicht, dass der Nebel überall so dicht war, dass er nur ein kleines Stück vor sich sah. Er wusste nicht, wie lange er gewandert hatte, bis vor ihm auf einmal aus dem Nebel eine geheimvolle Gestalt vor ihm trat. Mit Schrecken blieb er stehen. Durch den Nebel unterschied er die Konturen und ein paar Details, es sah so aus, das der Mensch, oder was das war, zu ihm vom Rücken steht. Er dachte nur, die Gestalt vor ihm wandte sich heftig zu ihm und gleichzeitig mit dieser Bewegung und den weiten Donner hörend, zerfloss der Nebel, der ihn umfolgte. Yorick beobachtete mit Erstaunen die Gestalt vor sich.
Es war ein besser wohlgebauter Mann als irgendwer aus dem Dorf. Bekleidet war er ganz einfach, aber trotzdem war seine Kleidung voll von Erhabenheit. Um Taille hatte er einen wunderschönen breiten Gürtel, aus welchem strahlte seltsames Licht aus. Strenges Gesicht war er mit struwweligem Bart und wilden Haaresbewuchs gesäumt. Aus struwweliger Augenbraue haben ihn durchdringend die Augen beobachtet. Aber welche Augen waren es! Sie schienen voll Glut zu sein, als seinen sie vom Blitzlicht gebildet. Und wenn Yorick hinterher den Hammer merkte, welches der Unbekannte in seiner Hand hielt, mit Erstaunen, Entsetzung und weihevollen Ehrfurcht tritt er ein Schritt zurück und fiel auf die Knie. Vor ihm konnte niemand anderer stehen, als... Thor, Gott des Donners und Sturms, mit seinem berühmten Hammer ... Mjollni. Yorick war nicht sicher, ob es nicht seine letzte Stunde kam, aber nahm Mut und sah mit Ertauen Gott an, den er in Verfolgung von seinen Vorfahrer ehrte.
„Stehe auf!“ schlug ein aus dem Mund von Thor und wenn das Yorick tat, setzte er fort: „Du wurdest von höherer Gewalt gewählt, Mensch, und meine Aufgabe ist, dich für deine Berufung vorzubereiten. Wir sehen uns bald wieder.“
Der Nebel wurde wieder dichter und geräuschvoller Gestalt von Thor verschwand von Yorick´s Aussicht. Er wachte mit Riß auf und konnte schon in dieser Nacht voller Aufregung nicht einschlafen. Er stand lieber auf, ebenso sollte es in kurze hell werden. Den ganzen Tag lang überlegte er dann nach seinem nächtigen Treffen. Er konnte nicht glauben, dass es nur ein Traum war, er spürte dass er wirklich ist, aber er wusste nicht was er bedeuten soll. Von welcher Berufung Thor sprach, und warum er ausgesucht wurde, da er, Yorick, der letzte aus den letzten im Dorf ist. Er konnte sowohl nicht verstehen, welche höhere Kraft es gibt, die im Stande ist, dem mächtigen Gott des Donners zu befehlen, der sich nach den Reden des Priesters nicht viel weder seinem Vater unterordnet hat, dem mächtigsten aus den Götter Asgard, Odin. Sein Kopf schien sich darin verloren zu haben. Er begann sogar zu zweifeln, ob es nicht nur ein Traum war. Die nächste Nacht schlief er ohne irgendwelche Träume. Nächste Nacht genauso wie die weiteren und weiteren... Es verlief vielleicht ein Monat und Yorick hat die ganze Geschichte fast vergessen. Den Traum nicht, der ging nicht zu vergessen, aber er betrachtete das für nichts anderes als für einen sehr seltsamen Traum.
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So war er wieder einmal mit den Arbeiten auf dem Acker früher fertig als sonst und entschied sich deswegen seinen Stammplatz zu besuchen, wo er seitdem, dass er auf dem Acker arbeitet, noch nie gewesen war. Der Platz war ziemlich weit, deshalb hat er sich beeilt, damit er noch bis es finster wird nach Hause käme. Er war schon fast dort, ging eine Blöße durch, wenn vor ihm plötzlich zwei große Menschen in voller Rüstung standen. Sie waren nicht aus dem Dorf und Yorick erinnerte sich mit Erschrockenheit an Kämpferbande, die sie damals angegriffen haben, wenn er noch ein Kind war. Damals kam dabei seine Mutter ums Leben. Diese sahen ähnlich aus als diejenigen. Genau solche wilde Ausdrücke im Gesicht und Erbarmungslosigkeit in den Augen. Er blieb stehen und dachte, sie lassen ihn sein. Er hatte doch nichts bei sich, was diese brauchen konnten. Er hat sich jedoch getäuscht. Mit heimtückischen Ausdrücken zogen sie ihre kurze Schwerte und liefen mit grausamen Spott Yorick entgegen. Der wollte sich schon umdrehen und sein Lauf ums Leben anzufangen, wenn mit Knall zwischen ihn und seine Angreifer ein Blitz einschlug.
„Thor! Thor ärgert sich über euch!“ schrieen beide entsetzt und verschwanden in der Tiefe des Waldes, woher sie angekommen sind. Nicht wenig entsetzter Yorick kehrte am schnellsten zurück ins Dorf. Er ließ die erstaunten Blicke der Dorfbewohner über seiner Erscheinung außer Betracht, wenn er rasch über das Dorf verlief. Er fand den Häuptling und warnte ihn vor den Angreifer, die er gesehen hatte. Der Häuptling glaubte zwar seiner Geschichte nicht, jedoch entsandte er seine Erkunden, welche als sie später zurück kehrten aussagten, sie fanden Spuren einer ganzen Bande von Fremdlingen, aber es droht ihnen nichts mehr, da diese plötzlich die Richtung gewechselt haben und haben in großer Eile ihr Territorium verlassen.
Yorick schlief schon in dieser Zeit. In der Nacht hatte er einen Traum, in welchem er wieder auf derjenigen Blöße war. Er befand sich vor der Stelle, wo sich im Kreis verbrannter Platz nach dem Angriff des Blitzes befand. Plötzlich hatte er das Gefühl, er sei hier nicht allein. Er drehte sich mit Schrecken um und sah Thor vor sich.
„ Hast du mich heute vor den Kehlabschneider gerettet?“ wagte sich Yorick zu fragen.
„Du wurdest ausgewählt! Du hast eine Aufgabe, die du erfüllen sollst! Bis du dich dieser Aufgabe nicht veruntreust, bist du unter meinem Schutz, sowie dem Schutz der höheren Macht!“ schlug von Thor ein.
„ Ich danke dir für mein Leben!“ rief Yorick inbrünstig und offenherzig und wagte sich nach kurzen Weile:
„ Hast du von einer Berufung gesprochen? Welche Berufung wünscht du dir von mir zu erfüllen, Herr?“
„Ich nicht, sondern jemand viel höherer als ich wünscht es sich! Er wünscht sich damit du jetzt das erfüllen würdest, wozu du dich einmal selbst verpflichtet hast!“ stürmte Thor streng. „Morgen hörst auf du auf dem Acker zu arbeiten und setzt dich ins Dienst des Priesters! Er nimmt dich! Mach dich am meisten eingehend mit alles bekannt, was er dich lernen kann!“
Mit diesen Wörtern ist Thor verschwunden und Yorick wachte wieder auf seinem Bett. Genauso wie bei dem ersten Sehen konnte er nicht einschlafen und überlegte danach, welche höhere Kraft sich oberhalb von Thor befinden kann, die ihm befehlen kann. Odin? Vielleicht doch, er ist der höchste von Götter und obwohl Gott von Sturm, Thor, seinen eigenen Kopf hat, muss er sich zuletzt unterordnen, wenn es sich sein Vater wünscht. Er fing an darüber zu überlegen, wie er das am Morgen macht. Er kann doch nicht so einfach die alten Leute verlassen, bei denen er wohnte und auf dem Acker ausgeholfen hat. Ohne ihn schaffen sie doch in ihrem Alter nicht den Acker zu bearbeiten. Er bat im Geist, damit es sich eine Lösung findet.
Morgens löste sich alles plötzlich alleine. Der Nachbar hatte mehrere Söhne, als sich an seinem Acker erhalten konnten und zwei jüngste, Zwillinge, kamen deswegen mit dem Ansuchen, ob sie Yorick´s Brotgeber nicht auf ihrem Acker anstellen könnten. Sie haben sich zuerst geweigert, aber wenn ihnen Yorick mitgeteilt hatte, er müsse sie verlassen, waren sie zuletzt froh, dass sie nicht alleine bleiben werden. Dadurch von seinen Pflichten befreit, konnte er nicht anders denken außerdem, dass es allen von den Göttern so erledigt wurde. So ging er zum Priester des Dorfes, zu Snorri. Jetzt glaubte er schon wirklich, dass er ihn ins Dienst aufnimmt.
Wenn sich Yorick vor Priester mit Ansuchen stellte, könnte er ihn für Jünger nehmen, war dieser dadurch überrascht.
„Ich hatte eine Eingebung für meinen Jünger und Nachfolger den ersten zu nehmen, der es von mir heute fordern wird. Es würde mir aber nie einfallen, dass du es gerade werdest, Yorick“, sprach er skeptisch. „Komm rein, ich werde kein Risiko eingehen, dass ich mir damit Odin selbst erbose, der es mir befohlen hat.“
Mit Erleichterung trat Yorick rein in das Haus des Priesters, erstaunt dass ihm nicht nur Thor selbst, sondern auch Odin die Hilfe bringt. Verständnislos schüttelte er den Kopf. Zumindest erklärt es, dass die höhere Kraft, von welcher Thor sprach, wirklich Odin ist, überlegte Yorick, vermutend er habe es richtig erkannt. Inzwischen setzte sich der alte Priester zum Tisch und hat das auch Yorick angeboten.
„ Sag mir jetzt alles was du von unseren Göttern weißt und sag mir von dem außergewöhnlichen, was dir mal geschah,“ forderte ihn Snorri.
Yorick erzählte dem immer mehr erstaunenden Priester über seine Treffen mit Thor, sowie auch von der Geschichte mit den Banditen. Er sagte ihm alles und hat nichts verschweigert. Schnorri erkannte schon, der Bursche sei zu ihm offen und beschrieb ihm seine Erlebnisse ohne Beschönigung, er zweifelte nicht mehr darüber, er habe seinen Nachfolger gefunden. Er befahl Yorick dort an ihn zu warten und ging eilig weg. Nach einer Weile kehrte er wieder zurück und bat Yorick, ihn zu verfolgen. Wenn sie sich vor Snorri´s Haus befanden, sah er schon, dass sich dort das ganze Dorf befindet an der Spitze mit dem Häuptling. Snorri trat vor und sprach mit an seinem Alter starken Stimme zu den versammelten:
„ Hier ist Yorick. Er war dazu berufen, mit den Göttern zu sprechen. Seit dieser Weile ist er zu meinem Schüler und in der Zukunft zu meinem Nachfolger. Hier steht der junge Yorick, der mit Göttern spricht.“
Es rauschte erstaunt durch die Versammlung, aber niemand stellte sich Snorris Wörter entgegen. Der Dorfhäuptling trat vor Yorick und sprach:
„Du has große Verehrung erhalten, Yorick, wenige sind dazu berufen, Priest zu werden. Bemühe dich, Snorri in seinen Taten und Weißheit gleichzukommen.“
Mit diesen Wörtern löste sich die Versammlung auf. Yorick wurde sich mit dem Gefühl der großen Erleichterung und Glücks bewusst, dass er jetzt endlich zum legitimen und vollwertigen Mitglied dieses Dorfes geworden ist.
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Ein paar Wochen nach seiner Einweihung als Snorris Jünger geschah Yorick eine unangenehme Geschichte. Im Wald kurze hinter dem Dorf traf er eine Truppe der Jäger. Zwei davon, die ihn in der Vergangenheit am meisten aufgezogen haben und haben ihn missgeachtet, wollten es nicht nur so ertragen, dass er urplötzlich solche bedeutende Stellung erhielt. Wenn sie ihn ansahen, begannen sie ihn wieder aufziehen. Yorick hat sie ignoriert, wollte schon vorbeigehen, aber diese zwei, erregt damit, dass sich ihres Hetzerei bei ihm sowie auch bei den anderen Jäger mit keinem starken Anklang als früher traf, fügten noch einen besonders stacheligen Kommentar, dass sich Yorick angehalten hat. Er erinnerte sich an alle frühere Unbill und Zorn – dieses rotes Monstrum krallte sich ein in seine Seele. Er fuhr empor und mit der Erinnerung an die Räuber und Blitz wandte er sich an die Jäger: „Seid still ihr zwei und bittet mich ab, sonst verbrennt euch mächtiger Thor auf der Stelle mit seinen Blitzen!“
Kaum er das ausgesprochen hatte, spürte er deutlich, dass er diesmal keine Hilfe bekommt. Auch diese zwei Jäger erkannten, dass seine Androhung falsch war und stürmten ihn zornig an. Yorick wurde tüchtig geschlagen und es würde noch schlimmer ausfallen, würde die anderen Jäger diese zwei von ihm nicht trennen. Enttäuscht und zusammengeschlagen kam er in Snorri´s Haus zurück. Er merkte keinen seinen erstaunten Blick und ausgezogene Augenbraue über seine Gestaltung und schloß sich in seinem Schlafzimmer. Wenn all der Wut und größte Enttäuschung vorbei war, kam er zusammen und ging zum Thors Altar. Er fragte Thor enttäuscht, was geschehen ist. Warum hat er ihm diesmal nicht geholfen?
In der Nacht hat ihn Thor wieder in Traum besucht. Sein Aussehen war viel strenger als jederzeit früher.
„ Hast du mich nach etwas gefragt!“ wetterte er auf Yorick. „Wenn du dich diese Frage nicht überlegt hast, stell sie wieder!“
