Von unseren Korrespondenten
Der Glaube von Gläubigen reicht nicht mehr aus!
Millionen von Menschen verschiedenen Religionen der Welt sprechen mit Stolz über sich selbst, sie seien Gläubige. Diese sonst gute Menschen sollten jedoch wissen, das es in der heutigen Zeit nicht mehr ausreichend ist! Heute wir von uns allen vom Licht Gewissheit gefordert!
Der Glaube sollte jedoch nie zu etwas definitives sein. Der Glaube sollte diejenige notwenige Überbrückung auf dem Weg zur vollen Gewissheit sein. Haben wir also an etwas was für richtig hielten geglaubt, war unsere Pflicht zuletzt alles zu überprüfen, was wir empfangen haben, damit aufgrund dieser Untersuchung unser Glaube in Gewissheit überwachsen konnte. Um felsenfeste Überzeugung, Unterstützung in der inneren Sicherheit zu haben, dass es wirklich so sei. Jeder Mensch ist ein selbstständig fühlendes und überlegendes Wesen. Diese Befähigungen erhielt er dazu, um sie auszunutzen. Das Privilegium zu denken, sowie zu herausfühlen tragen in sich die Pflicht zu untersuchen! In dieser Untersuchung von allen, womit wir konfrontiert sind, besteht der wirklich volle Wert von der Menschheit. Jeder von uns sollte zur selbstständig und gesund spürbaren Persönlichkeit werden, in der Schöpfung bewusst und mit voller Verantwortlichkeit stehend.
Egal welcher Religion wir sind, unsere erstrangige Pflicht ist alles was wir glauben einer beständiger eigenen, selbstständiger Untersuchung. Solange im Licht dieser Untersuchung unsere Glaubenslehre durchsteht, kann sie uns dann wirklich zur völligen Gewissheit werden, da wir aufgrund der eigenen Überlegung erfahren haben, dass alles was sie erhält, wirklich mit unserem innersten Empfinden zusammenhängt.
Wenn doch unser Empfinden kleinere oder größere Unklarheiten, Unlogik und Unregelmäßigkeiten entdeckt, haben wir dann genug Mut zulassen, das dasjenige, an was wir geglaubt haben, in Wirklichkeit nicht so völlig richtig und vollkommen war. Haben wir dann auch Mut etwas besseres, wahrheitsgetreue zu suchen. Etwas, was sogar die stärkste Untersuchung übersteht, damit es uns letztendlich zur wirklichen und stetigen Gewissheit wäre!
Wer sich jedoch in diesem Maß nicht bestrebt und sich mit hohem Stolz für gläubig überstimmt, ohne seinen Glauben bis zu ihrem tiefsten Kern zu „überprüfen“, dessen Glauben kann man nicht anders als „blind“ nennen. Derjenige verfolgt blind etwas was er „glaubt“ und was für ihn eben für blinden Glauben nie zur vollen Gewissheit werden kann.
Gehen wir jedoch bis zu Folgen und werden wir die Menschen eben nach diesem Kriterium beurteilen, dann wird derjenige, wer stolz über seinem Glauben spricht, jedoch ohne eigenes Bestreben zur Prüfung dieses Glaubens nur eine Zeugenschaft von seiner eigenen Unselbstständigkeit ausgeben, sowie über seiner Unfähigkeit und Bereitschaftslosigkeit zur tieferen Untersuchung von den grundliegenden Wahrheiten seines Glaubens.
Ein Beispiel aus der Praxis: gewisse Frau hat Informationen entdeckt, welche die innerlich sehr angesprochen haben, in Bezug darauf, dass sie sehr gläubig war, wandte sie sich zu ihrem Priester mit dem Anliegen, ob sie sich weiterhin mit dieser Sache beschäftigen kann. Nach einem sehr oberflächigen Einblick gab ihr der Priester eine negative Stellungnahme und die Frau warf alles gehorsam an die Seite. Einfach gesagt, sie glaubte „blind“, was ihr von der geistigen Autorität empfohlen wurde.
Zum Verstehen solcher riesigen Gefahr ist es möglich gewisse historische Parallele durchzuführen und in die Zeit vor zwei tausend Jahren zu rücken, in die Epoche, wann auf der Erde der Große Lehrer und Bote aus dem Licht lebte.
Stellen wir uns vor, dass diejenige Frau in dieser Zeit lebte und dass sie nicht sicher wäre, welche Stellungnahme zu der Tätigkeit des ausbündigen Prophet aus Nazareth hätte. Soweit sie als stark gläubige ihren Priest um Hilfe bäte, wäre es sicher allen offensichtlich, welche Antwort sie erhalten hätte.
Diese Antwort wäre zur eindeutigen Ablehnung, da wir alle gut wissen, wie sich die damalige „kirchliche“ Instanz zur Tätigkeit von Jesus stellte. Hätte jedoch diese Frau gehorsam und „blind“ an die geistige Autorität geglaubt und hätte die ganze Sache mit vollen Empfinden und Gewissen nicht selbstständig geprüft, käme es in ihrem Dasein zum meist tragischen Irrtum und zum Versagen.
Die Fähigkeit zu spüren und zu denken trägt in sich die Verantwortlichkeit zu prüfen! Unser eigene selbständige Spüren und Denken sind zum besten Weg, den wir haben, um müssen zum Gewissen nachfolgen. Wir sollen nicht geistig faul und behäblich sein, sondern umgekehrt, wir sollen alles was sich uns anbietet einer folgerechten Prüfung unterwerfen. Wir sollten genauso keine Angst vor Autoritäten haben und sich auch nicht sehr an diese zu verlassen, sondern umgekehrt, wir sollten Mut haben, volle Verantwortlichkeit für sich selbst zu übernehmen.
Tatsächliche Autoritäten und gute Anführer und Lehrer werden immer zur Selbstständigkeit ermuntern und zur vollen Ausbreitung der Befähigung des reinen und gesunden Urteils. Tatsächliche Autoritäten werden den Menschen nie fertige „Wahrheiten“ vorlegen, in die es nur zu „glauben“ ohne ihrer Prüfung nötig ist.
Der Glauben darf jedoch nicht blind sein! Er sollte nicht dazu missbrauch werden, um dadurch alle Lücken zu überbrücken, Unlogik und Fehler in den Lehren, wie es üblich ist.
So wollte es das Licht nicht! Jeder Glauben soll notwendigerweise einer eingehender, strenger und rücksichtsloser Prüfung unterworfen werden, damit dann, wenn er durchsteht, im Menschen zur Überzeugung wäre.
Was hindert den Menschen um das zu tun? In der ersten Reihe die angewöhnte Bequemheit und geistige Faulheit, in der zweiten Reihe sowohl auch Angst. Angst daraus, wie viel Wahrheit zuletzt aus unserem Glauben übrig bleiben würde.
Würden wir alles dieser lebendiger Überprüfung, bis zum dessen Kern unterordnen, dann müsste sich notwendig alles zerfallen und das falsche, verbogene und unrichtige zerfallen, womit in der Gegenwart die Lehren allen Religionen verwachsen sind. Nach dem ersten Erstaunen und Erschüttern müssten in erwachender geistigen Bewegung aus denjenigen ernsthaft untersuchenden ernst suchende werden. Ernst Suchende nach der Wahrheit! Nach der reinen, hellen und ungetrübten Wahrheit! Wahrheit ohne unwesentlicher Zumischung von irrigen Trieben von menschlichen Ansichten.
Und weil die Wahrheit auf der Erde zu finden ist, sollte diejenige allgemeine Bewegung zuletzt zur Entstehung der einzigen Lehre führen – der Lehre über die Wahrheit! Über die Wahrheit, über ihren Sinn, über das All, über die Schöpfung und der Stelle des Menschen in dieser Schöpfung. Der Wahrheit, welche wie die einzige in ihrer Reinheit, Größe und ihrer Gänze dem Menschen zur tatsächlichen, echten Überzeugung werden kann.
Erwachet deswegen alle diejenigen, welche an etwas glauben! Der blinde Glaube ist zu keinem Weg zur Wahrheit! Unseres Empfinden und gesunde Überlegung ist vielmals mehr wert als geschulte oder gelernte „Weißheit“ oder Tradition. Mutig voraus ist es Gott lieb! Und das gilt genauso über den Mut ernsthaft alles zu prüfen, was wir vorher glaubten. Da nur das was diese Prüfung übersteht, ohne Fehler und Unklarheiten auszuweisen, mit welchen sich man nicht identifizieren kann, nur das kann uns zur Gewissheit werden.
Milan Šupa
Mitglied der Redaktionskommission der neuen Zeitschrift Erwachende Slowakei
www.pre-slovensko.sk
