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Von unseren Korrespondenten

Fragenbeantwortungen

Euthanasie

(Verkürzung des schweren Todeskampfes)

Schon fast siebzehn Jahr arbeite ich als spezialisierte Krankenschwester auf der Intensivstation und kümmere mich oft um Menschen, welche in Schwierigkeiten und unbeschriebenen Schmerzen die letzten Weilen ihres Lebens erleben. Ich habe darüber niemanden gesagt, aber wenn ich diese Menschen ohne irgendwelche Chance gesund zu werden sehe, stelle ich mir oft die Frage, ob ihr Leben einen Sinn hat.

Wenn nicht, wäre es keine Hilfe diese Menschen von dem Leiden des verkürzten Lebens zu befreien, soweit diese damit einverstanden sind? Es ist doch ihr Leben von welchem sie Entscheidungen treffen, warum sollte man ihnen ihren letzten Wunsch nicht erfüllen?

Ich möchte endlich in dieser Frage klar haben. Können Sie mir bitte ihre Ansicht äußern?

 

Eine richtige Beantwortung dieser Frage ist mit dem Verständnis bedingt, dass der Mensch oft eben in dem Zustand des höchsten Leidens sucht und dadurch auch durch intensivere vertiefte Empfindlichkeit versteht, was er nicht während seines ganzen Lebens im Zustand der relativen Ruhe fähig zu verstehen war, um weiter in seinem geistigen Aufschwung fortzusetzen. Direkt gesagt, eine einzige Minute eines intensiven Überlebens von Schmerz aufgrund hemmungsloser Entwicklung einer Krankheit kann mit ihrem Wert oftmals sogar auch Jahrzehnteln des irdischen Lebens gleich sein, welche er, leider oberflächig überlebt hatte. Die Intensität des Überlebens verändert grundsätzlich die Betrachtung der Zeit und gibt ihm dadurch einen unterschiedlichen Wert. Im Todesaugenblick hat jede Sekunde seines Lebens für die geistige Reife des Menschen einen besonders hohen Sinn.

Stellen wir uns doch eine prinzipielle Frage zu dieser Angelegenheit: Wie kann der Mensch in der Zeit der letzten Minute seines Lebens im Zustand der erhöhten Empfindlichkeit eine wichtige Bedeutung verstehen, wenn ihm diese Minute durch den begriffsstutzigen Einlass des Arztes oder des Verwandten genommen wurde? Aus dieser Sicht ist es möglich die Euthanasie wie einen groben Eingriff in das Leben eines Menschen mit weitgehenden Folgen für seine weitere geistige Entwicklung.

Das gilt eben im Fall, wenn sich der Mensch nach dem Umfall im Stand hohen Bewusstlosigkeit befindet und kann die Realität mit den grundliegenden Organen des alltäglichen Sinnes nicht wahrnehmen.

Menschenbewusstsein widerspiegelt sich gleichzeitig auf mehreren Ebenen, das heißt es übersteigt die Grenzen des täglichen Bewusstseins. Soweit der Mensch in Folge einer Gehirnstörung seines Empfindensbewusstsein voll aktiviert hat, bedeutet es nicht, dass er nicht emotionell auffasst. Es sind doch viele Untersuchungen des klinischen Todes von vielen Thanatologen bekannt, und diese die Mehrstufigkeit des menschlichen Bewusstsein deutlich bestätigen. Diese Forscher entdeckten sogar, dass der Mensch, der mit dem alltäglichen Bewusstsein keine Realität aufnimmt, im hohen Maßen die Intuition konzentrieren kann und dank dessen die Realität in ihrer echten Gestalt zu erkennen. Selbstverständlich sollte damit nicht gesagt werden, dass der Mensch langfristig gewaltsam am Leben durch künstliche Ventilation gehalten werden sollte, damit er nicht stirbt.

Das wäre nur eine Badewanne zusammen mit dem Kind auszugießen! In jedem Fall gilt die Weisheit, dass genauso wie es nicht richtig ist, das Leben vorzeitig zu verkürzen, ist es nicht möglich, es ohne unvorteilhaften Folgen auch künstlich zu erhalten. Jeden Fall ist es nötig vor allem in dieser Sache streng individuell zu überprüfen, bevor es zur definitiven Entscheidung kommt.

Zu der Frage der Euthanasie noch ein paar Wörter.

Der an Gott und Seine Liebe gläubiger Mensch hat sicher schon verstanden, dass die Möglichkeit zu leben eine verleihende Spende ist und kein vorbehaltsloses Eigentum. Wie kann der Mensch aus moralischer Betrachtungsweise darüber definitiv zu entscheiden, was ihm nicht gehört?

Wenn Gott der Spender des Lebens ist, dann nur Er allein hat das Recht durch gerechte Wirkung von Seinen Geboten das Menschenleben zu beenden. Zusätzlich ist noch zu erwähnen, dass der Leidende meistens unter dem Einfluss des Schmerzes nicht im Stande ist objektiv zu überleben und deswegen sollte sein Willen in der Frage des Lebens und Todes nicht für maßgebend betrachtet werden.

Etwas anderes ist, wenn die Nächsten versuchen, dem Leidenden zu helfen den Schmerz zusammentragen helfen oder ihn liebevoll zu mindern. Das kann man jedoch mit der Absicht das Leben zu verkürzen aus der moralischen und geistigen Betrachtungsweise nicht identifizieren. Im Gegensatz, es ist eine große Gelegenheit zum geistigen Aufstieg von allen beteiligten, egal wie es aus der Sicht der heutigen Gesellschaft unangenehm scheint, aufhaltend von der Möglichkeit Freude und Vergnügen zu überleben.

Der Tod ist ein wichtiger Bruchpunkt im Leben eines Menschen. Die heutige Gesellschaft muss zum irdischen Tod – zum Übergang des Menschen in eine andere Existenzebene, zu diesem Moment eine richtige Beziehung finden. Damit werden ihm auch gleichzeitig viele heutige Fragen klar, die noch heute zum Thema Tod herrschen.

T.L.

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