Von unseren Korrespondenten
Drei Tore
Die Menschenseele ist oft einem befestigten Wall mit drei Toren ähnlich. Wenn wir jedes Tor betreten möchten und eine annehmliche Beziehung bilden möchten, müssen wir jedes Tor mit einem entsprechenden goldenen Schlüssel öffnen. Wo kann man jedoch diese Schlüssel finden und was widerspiegeln sie? Sie befinden sich in der Tiefe unseren Seelen und es sind die geistigen Fähigkeiten uns auf unseren Lebensweg dediziert.
Erstes Tor
Nur volle Berücksichtigung der Realität in jedem Bereich des Lebens ermöglicht reale Ziele zu erreichen.
Der Schlüssel vom ersten Tor ist deswegen die Fähigkeit den Mitmenschen so zu akzeptieren, wie er in diesem Augenblick ist, und nie wie er nach unseren Vorstellungen sein sollte. Es ist ähnlich wie mit einer Pflanze, die wir jemandem schenken möchten. Würden wir sie vielleicht deswegen nicht empfangen, da diese noch nicht blühtet, würden wir die Schönheit verlieren, die in der Pflanze zur Erblühung wartet und versteckt ist. Was geschieht, wenn wir in ihrer jetzigen Gestalt kommen und werden uns für sie so kümmern, damit sie weiter wächst? Sie selbst wird später blühen, uns in die Seele Freude und Hoffnung bringend.
Ähnlich einer Blume ist oftmals der Mensch, welchen wir treffen. Zuerst hat er keine blühenden ideelle Qualitäten, also „blüht er nicht“ was bei uns das Enttäuschungsgefühl erregen kann. Wenn wir diese jedoch mit dem Bewusstwerden des kommenden Geschehens akzeptieren können, welche diese noch vor sich hat, wandelt sie sich plötzlich um und wir können blühenden Sommer der gegenseitigen Beziehung erleben.
Zweites Tor
Der Schlüssel zum zweiten Tor ist die Fähigkeit dem Menschen zu ermöglihen, sich frei zu äußern, ohne vorige Beeinflussung.
Der Mensch ist oftmals einem Kelch voll alten Wein ähnlich, der zuerst entleert werden muss, wenn dieser zunächst mit rotem Wein gefüllt werden sollte. Was bedeutet es? Der Kelch mit rotem Wein symbolisiert die Menge von Gedanken und Wörter, welche der Mensch unter dem Einfluss seines Charakters, seiner Laune oder Temperaments früher äußern muss, bevor er im Stande sein wird, neue Kenntnisse zu empfangen. Erst dann, wenn er sich äußert, kann er den Boden zum Hören bilden, welcher dem geistigen Empfang hervorgeht.
Erinnern wir jedoch, dass die Möglichkeit frei aus offener Bestrebung seine Bedürfnisse zu äußern können folgt und sich damit belehren lassen. Jeder kann sich von seinem Nächsten belehren, soweit er ihn nicht gering achtet – soweit sich man nicht auf seiner Weisheit belehren kann, dann wenigstens bei der Veredelung in der Geduld im Lauschen, zur Suche nach neuen Wegen in der Verstärkung der Beziehung führend. Geht es um keine kostbare Gabe, für sie es sich auszuhalten lohnt?
Drittes Tor
Der Schlüssel zum Tor ist die Fähigkeit durch freudiges Geben bei dem Andersen Menschen das Empfinden des Glaubens, Hoffnung und echten Liebe zu erwecken.
Der Mensch beschwert sich manchmal, dass ihn der andere nicht akzeptiert, dass er seine werten Empfehlungen und Erfahrungen ignoriert, die er durch schwere Arbeit auf sich selbst über Jahrzehntel erworben hat. War wird jedoch zur Ursache dieser Beziehung? Vor allem das, das so abgelehnter Mensch wegen seiner Ungeduld gleich den Schlüssel von dem dritten Tor benutzen will, ohne früher die zwei vorigen zu verwenden. Das heißt, er habe dem erwähnten Mensch nicht so akzeptiert, wie dieser wirklich ist und ihm keine Chance gab sich so zu äußern, um in diesem Menschen folglich den Raum fürs Empfangen zu bilden.
Wenn in dem Menschen der Wunsch voll von Freude und Offenherzigkeit, ist es in Folge der Zeit möglich eben den schwierigsten Tor der Menschenseele zu eröffnen. Und zwar erst danach, wenn wir die zwei früheren Tore geöffnet haben.
Das sind die Schlüssel von den drei Toren der Menschenseele, die viele von uns verloren haben und sie heute mühselig suchen sollten, wenn sie nicht alleine bleiben möchten. Erinnern wir uns deswegen, dass, obwohl sich die Tore die wir durchgehen müssen in der Seele unseres Nächsten befinden, befinden sich die Schlüssel die wir suchen müssen, in jedem von uns. Nirgends anders werden wir diese Schlüssel finden, da wir uns alleine diese Schlüssel irgendwo dort früher abgelegt haben.
T.L.
