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Neue Gesetze - Vorwort des Herausgebers

Diese Gesetze hat der Wille Gottes in das ganze Schöpfungswerk hineingeprägt. Sie waren, sind und bleiben für immer unveränderlich – einfach und wirkend. Nur der Erdenmensch nimmt ihre sichtbare Ausdrücke um ihn durch seine Wahrnehmung mehr oder weniger kompliziert, schwerfällig wahr.

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I. Ich bin der Herr, dein Gott!

Viele Menschen halten Gott meist für ein dem Menschen in der Art ähnliches Wesen, obwohl viel lauterer, klüger und mächtiger. Leider wird diese ungesunde Vorstellung noch heute von vielen aufbewahrt, wenn sie die Existenz von Gott als solche überhaupt zulassen! Ja, so ist es! So eingeschränkt und träge nimmt die Menschheit dieses erste Gebot schon seit vielen Generationen war!

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II. Du sollst den Namen des Herrn, Deines Gottes, nicht mißbrauchen!

Die Menschen selbst sind die Ursache, dass zu ihnen die Hilfe Gottes nicht in derjenigen Weile kommt, wenn sie diese am meisten brauchen. Verzweifelte Rufe des Namens Gottes zur Hilfe verschwächern sich notwendig durch alle vorherigen oberflächigen Abriße diesen Namen, wenn er leichtsinnig ausgesprochen wurde.

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III. Du sollst den Feiertag heiligen

Es ist selbstverständlich, daß die Andacht untrennbar mit der Weihung des feierlichen Tages zusammenhängt, damit ist aber noch nicht alles erfüllt, was hinter den Wörtern feierlicher Tag steckt.

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IV. Du sollst Vater und Mutter ehren!

Die Berufung eines Elters bringt Pflichten und dadurch auch Verantwortlichkeit für die Erfüllung der Vaterschaft und Mutterschaft.

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V. Du sollst nicht töten

Wer von den unschuldigen Menschen hat jedoch wenigstens einmal ernsthafter darüber nachgedacht, man könne genauso auch mit Gefühlen und Gedanken töten!

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VI. Du sollst nicht ehebrechen

Alles das, woran die klugen modernen Menschen dabei heute am meisten denken, ist tatsächlich im neunten Gebot enthalten, welches spricht: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib! Was wird dann mit dem sechsten Gebot gemeint: Du sollst nicht Ehebrechen? Dieses Gebot warnt vor dem Eingriff in die Beziehung, welcher Entfremdung von zwei Leuten zur Folge hat, die bisher in gemeinsamer Harmonie lebten und außer anderem auch gemeinsames Bett geteilt haben

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VII. Du sollst nicht stehlen

Das siebte Gebot spricht deutlich gegen bestehlen des Anderen! Es spricht in Allgemeinem! Durch das Gebot wird also nicht nur die Tat selbst beurteilt, sondern schon die Absicht! Sehe dich jetzt um, Mensch, ob auch du selbst zuletzt kein Dieb bist, ob aus dem eigenen Willen, oder aus dem Anreiz eines Menschen, für den du vielleicht arbeitest.

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VIII. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden

Von etwas zu zeugen, was einen anderen Menschen betrifft, von seinen Taten und Gedanken, ist nicht nur die Sache von ernsthaften gerichtlichen Fällen und Streiten! Von dem Nächsten zeugen wir immer, wenn wir die Nachricht von seinem Tun oder Stellung gegenüber den anderen Menschen durchgeben. Wie groß ist dann oft die Überraschung des betroffenen, wie groß dann die unangenehmen Folgen.

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IX. Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes

Die Worte des Gebotes sprechen klar und deutlich! Und trotzdem wurde auch hier der hohe Wert dessen verdreht, was dadurch ausgedrückt ist. Laß dich nicht gelüsten! Überlege nur, Mensch, nach der Tiefe dieser Worte!

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X. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus und Alles was sein ist

Das zehnte Gebot, genauso wie alle anderen Gebote, spricht nicht nur zur äußeren, materiellen Welt, sondern es wendet sich in der ersten Reihe an die tiefste Innerlichkeit des Menschen! Es ist bekannt, dass schon in der Zeit, wenn Moses diese Gebote dem kleinen jüdischen Volk übermittelt hatte, konnten die Menschen bei der Handlung mit ihren Nächsten sehr gut lügen! Sie konnten geschickt ihr wirkliches Begehren und Gesuche überdecken!

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XI. Ehre den Schöpfer, deinen Gott und Herrn!

Der Name Gottes! Heiliges Wort! Ihr stellt euch wider das eigene Leben, wenn ihr euch in eurer Eingeschränktheit der Kraft und Macht der Heiligen Gerechtigkeit und Liebe lästert. Der Liebe, aus deren ihr als Wesen entstehen konntet, wie die Letzten von der geistigen Schöpfung kommend, konntet euch verstärken und euch edler Pracht anzunähern. Sie wurde für euch lange vorher vorbereitet, als ihr, noch unfähig in der Kraft des Lichtes zu stehen, in den Strömungen als unbewußte geistige Funken herumgeirrt habt.

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XIII. Hilf Deinem Nächsten !

Hilfe Deinem Nächsten! Dieses Gebot wird nun zur täglichen Gewohnheit für einen jeden, der noch Mensch genannt werden will! Das eigene Ich, erhoben in seinem krankhaften Größenwahn, müßt Ihr durch die für Andere vollbrachten Taten auflösen lernen. Und dies so lange, bis es für Euch zur Selbstverständlichkeit wird un in dem kleingewordenen Ich das gutherzige und empfindungsvolle Denken die Oberhand gewinnt!

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